Leserbrief: „Aus der Sicht einer berufstätigen Frau“

Von Cordula Jäkel, 23.05.2015

Aus der Sicht einer berufstätigen Frau – Ein gutes Gefühl

Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und Feierabend, super. Nur noch ein kurzer Weg bis nach Hause. Im Reich der Freunde und Familie beginnt ein Stück neue Lebensqualität, ein Stück neu erkämpfte Freizeit. Gut, dass Politiker über ihren Schatten gesprungen sind und den Willen der Bürger unterstützt haben. Die Havelspange/Westtangente wurde nicht nur von der Bundesregierung wieder im Planverfahren mit aufgenommen, sondern die Bundesregierung hat die Brisanz der wachsenden Einwohnerzahl und damit die Zunahme des Autoverkehrs akzeptiert. Auch der Fahrradverkehr ist sicherer geworden, seit dem die Zeppelinstraße entlastet ist, der öffentliche Nahverkehr wurde weiter entwickelt, die Fahrtakte der Eisenbahn wurden verdichtet und es gibt sie wieder, die „Eule“, eine Schnellverbindung auf Schienen in Potsdam. Rettungsfahrzeuge können zeitnah ihre Ziele erreichen.

Träume? Zur Zeit noch. In 2 Bürgerversammlungen der BI Pro Havelspange/ Westtangente informierten sich ungefähr 50 Bürger über den Verlauf der Strecke und die Initiativen der überparteilichen Bürgerinitiative. Viele Bürger schilderten ihren täglichen Arbeitsweg und die Strapazen ihn zu bewältigen. Alternativen, wie Bahn oder Fahrrad sind für sich nicht möglich. Andere berichteten davon, dass auch die Bewältigung mit dem ÖPNV stressig ist, da die Züge überlastet sind oder der Arbeitsort mit dem Fahrrad auf Grund der Entfernung  nicht erreicht werden kann. Einheitlich wurde das Unverständnis darüber ausgesprochen, warum die Stadtverwaltung eine notwendige Entlastung nicht akzeptieren sollte und es gab nicht wenige Bürger, die bereit sind weiter Unterschriften zu sammeln, um ein Umdenken in der Politik zu bewirken.

Ich habe ein gutes Gefühl. An dieser Stelle Danke an alle die, die das Ziel nicht aus dem Auge verlieren, den Kopf nicht in den Sand stecken und vor allen Dingen ein Dank an die Politiker, die sich am Sachverhalt orientieren und entsprechend ihrem Wählerauftrag handeln, sich für das Wohl und die Zufriedenheit der Bürger einzusetzen. Danke an die Politiker, die den Mut hatten ihre Meinung zu ändern und inzwischen das Anliegen der überparteilichen Bürgerinitiative unterstützen.

Manchmal ist es wichtig einen Blick über den Tellerrand hinaus zu heben, dann ist es möglich, Träume wahr werden zu lassen. Dann ist es möglich, etwas für die Luftqualität und die Gesundheit der Bürger in der Stadt Potsdam zu tun.

Danke an die Politiker, die ihre Meinung noch ändern werden.

Mit freundlichen Grüßen

Cordula Jäkel